Großeltern, Tanten, Onkel - was sagen sie zu vielen Enkelkindern oder Neffen und Nichten
Welche Kommentare habt ihr zu hören bekommen, nach dem vierten Kind? Oder hat sich eure Verwandtschaft sogar mit euch gefreut? Wie waren eure Reaktionen und Empfindungen? Fasst euch ein Herz und Vorher bitte den Hinweis lesen!
Hallo,
schlechte Erfahrung? Nein, so möchte ich es nicht nennen. Meine Eltern reagierten zwar nicht gerade so, wie ich es mir wünschte ab SS Nr.3, aber sie dachten eben nur an mich. Meine Eltern sind wundervolle Eltern. Dass sie anfangs geschockt waren, habe ich ihnen nie böse genommen. Dazu hätte ich auch keinen Grund, denn zu unserem Vorteil sind es auch die besten Großeltern, die man sich wünschen kann.
Bei SS Nr.4 und 5 haben sie dann auch nichts mehr geäußert und jetzt warten sie auf Nr.6 - kleiner Witz am Rande.
Was andere über uns denken, lässt uns kalt, da mir nur meine Familie und Freunde wichtig sind. Genau so sieht es auch mein Mann. Wir sind glücklich wie wir sind und das ist das Wichtigste. Wir wollten 5 Kinder und haben 5 Kinder und das schreibe ich mit einer ganzen Portion Stolz dahinter. Ich bin stolz so eine große, tolle Familie zu haben.
LG Natascha
Ich habe heute eine positive Erfahrung gemacht!
Ich bin mit meinen vieren und einem Gastkind, also 5 Kindern im Alter von 4 Monaten bis 9 Jahren, Eisessen gegangen. Auf dem Heimweg kommen wir immer an der Eisenbahnbrücke vorbei, auf dem Hang liegen anscheinend immer die besten Stöcke und die schönsten Steine als auch die süßesten Schnecken etc. Na jedenfalls müssen die Kinder jedes Mal da hoch klettern *grrrr*. Und jedes Mal erkläre ich aufs Neue: "Da oben fährt die Eisenbahn, darum sollt ihr auf dem Hang nicht rumklettern. Außerdem ist unten eine viel befahrene Straße, und wenn ihr den Hang runterrennt könnt ihr vielleicht nicht mehr bremsen!" Nun gut, eine ältere Frau, die den gleichen Weg hatte wie wir und uns schon eine Weile "verfolgt" hatte, guckte wegen meines leicht angenervten Tons interessiert mit hochgezogenen Augenbrauen rüber. Ich erwiderte (fast trotzig) ihren Blick.
Da lächelte sie mich an, und sagte:"Verzweifeln sie nicht, es gibt viele, die Ihre Mühe und Ihre Arbeit anerkennen! Kinder erziehen ist wesentlich anstrengender, aber auch lohnender, als im Büro zu sitzen und Geld zu scheffeln. Und wenn Sie es ihren Kindern hunterttausendmal sagen müssen - es zahlt sich aus! Lassen sie sich bloß nix anderes erzählen!" Sprachs, ging weiter und ließ mich wortlos mit heruntergefallener Kinnlade stehen *grins*. Ich konnte mich nur staunend zu einem "DANKE" durchringen, sie drehte sich nochmal um und fragte: "Wofür?"
Ich bin jetzt noch ganz perplex. Manchmal denkt man vielleicht, man weiß, was die anderen denken. Aber gehen wir doch einfach davon aus, dass die meisten es gut finden, dass wir Kinder haben und die Erziehung wichtig nehmen!
Liebe Grüße!
Tanja
nun ja, wir haben auch sehr früh angefangen, unsere familie zu gründen. ich war 18, als mein erstes kind kam und saß mitten im abitur. na, ich fands nicht so schlimm, denn meine große kam ja erst im november zur welt und prüfung hatte ich im mai.
so ging es dann munter weiter mit dem kindersegen und alle hielten uns für nicht ganz normal.
meine ausbildung habe ich nach meinem dritten kind angefangen und dann sogar 2 hintereinander geschafft. heute bin ich froh darüber, mir diesen stress mit den berufen angetan zu haben.
nach dem 6. kind meinte meine mutter zu mir, sie habe keine enkelkinder mehr - und das, wo wir selber zu hause 7 kinder sind. ich fand das lachhaft aber ich habe seitdem auch keinen kontakt mehr zu meinen eltern, da mir das einfach zu stressig war.
wofür muss ich mich rechtfertigen??????
nun haben wir acht kinder, ich bin 37 und bekomme das 9. kind. freunde haben wir nur noch im großfamilienstil, denn kleinere familien können mit unserem leben und unseren ansichten nichts anfangen.
aber wir haben auch gemerkt, das mit unserem kindersegen immer wieder dumme sprüche gemacht werden und man dumm gefragt wird, ob das denn nötig sei.
warum müssen sich die leute immer an anderen stören und sich überall einmischen?
fragen wir, warum manche nur ein oder gar kein kind haben???
nein, wir tolerieren es und sind trotzdem freundlich und aufgeschlossen.
keiner dieser menschen muss unsere kinder großziehen, finanzieren, beköstigen, einkleiden usw. und keiner von ihnen würde auf die idee kommen, uns mal hilfe anzubieten, wenn wir sie wirklich brauchen könnten. im gegenteil, wir werden dann lieber so hingestellt als wenn alles routine wäre und wir massenhaft stress haben. finde ich schlimm, ihr auch?
bei jeder schwangerschaft wird gleich festgestellt, oh ja, da haben sie ja routine und alles geht ganz fix. von wegen, jede geburt ist einzigartig und anders.
nicht, je mehr kinder umso schneller geht die geburt, nein ich musste erfahren, dass mein 6. kind 16 stunden zeit brauchte, um auf die welt zu kommen.
so kanns gehen!
mittlerweile habe ich mir ein dickes fell zugelegt und gebe immer die passenden antworten auf dumme fragen.
ich denke, dies muss man auch, sonst würde man sich nur jeden tag von morgens bis abends ärgern und dafür haben wir nun wirklich keine zeit sondern machen lieber vernünftige dinge mit unseren kindern.
Erika
Hallöchen,
also wir haben schon schlechte Erfahrungen gemacht im privaten sowie im Freundeskreis. Meine Mutter hat nach unserer dritten Tochter bei der Taufe schon gesagt, das hätte aber nicht sein müssen, ich käme mit zwei noch nicht zurecht, was wolle ich dann mit einem dritten Kind.
Naja, daraufhin sagte ich nur, dass ich ja wohl selber wissen müsse, wieviele Kinder ich mir anschaffe.
Aus diesem Grund habe ich mich auch nicht getraut von der 4. Schwangerschaft was zu sagen, weil ich ja wusste, wie sie darüber denken würde. Irgendwie hat es meine Mutter dann doch zu hören bekommen, aber sie hat sich bis zum 5. Monat nichts anmerken lassen. Bis mein Vater mich dann fragte, ob wir denn wissen würden, was es wird. Ich antwortete nur, "zu 95 Prozent ein Junge." Daraufhin meinte er: "Dann wollen wir mal die Daumen drücken, dass alles gut geht." Meine Mutter hat mich nicht angeschaut, sie schaute nur auf den Boden, war mir aber auch egal.
Ja, jetzt wo der Kleine da ist, haben sie ihn auch alle lieb, aber man merkt, dass ihnen das Ganze manchmal zuviel ist, wobei ich sagen muss, mir hilft keiner; oder das ich die Kinder öfter bei meiner Mutter schlafen lasse, das ist nicht der Fall. Wenn ein Kind bei ihnen schläft, dann auch nur eins und das kommt im Monat, ach, alle zwei Monate vielleicht einmal vor.
Freunde haben wir eigentlich keine, bis auf die netten Leute, die ich jetzt hier im XXL-Forum kennengelernt habe. Man konnte richtig sehen, dass bei jedem Kind die Freunde immer weniger wurden. Aber naja, ich finde es ab und zu wirklich schlimm, dass es so ist, weil man halt niemanden hat zu dem man mal sagen kann, komm wir treffen uns heute und klönen ein bisschen. Aber wie gesagt, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und außerdem habe ich hier schon einige nette Leute im Forum kennengelernt.
Michaela
Hallo!
Nun ja, was soll ich schreiben.
Meine Familie ist nicht begeistert von den vielen Kindern. Nach dem 2. (ich hatte eine Tochter, dann kam mein Sohn) meinte meine Mama, jetzt hätte ich ja ein Pärchen, das wär´ ideal.
Kaum war Kariom 6 Monate, war ich wieder schwanger und bekam dann Samira. Nun gut, drei Kinder sagte sie, ginge ja auch noch grade so.
Dass wir uns aber mindestens 4 Kinder wünschten, wusste sie nicht.
Als dann Naima kam, war sie geschockt. Bei Amine fing sie dann an zu schimpfen, wie asozial wir seien mit so vielen Kindern... sie würde sich schämen. Im Kh fragte sie, ob ich mich nun endlich hab´ sterilisieren lassen.
Naja, und vor 4 Monaten kam dann unsere kleine Mariam auf die Welt. No Comment.
Sie akzeptiert es so, wie es ist und sie mag die Kinder auch, aber meine Mutter ist eben emotional sehr kalt... Mein Vater meint, wir müssen es selbst wissen.
Wir haben nie ein Kind geplant sondern einfach nie verhütet und somit wussten wir, dass es immer passieren kann.
Den Rest der Leute hier halte ich zu 95 Prozent für Heuchler. Sie tun zwar immer kund, wie toll es sei, dass man sich heutzutage noch traut, so viele Kinder zu bekommen, aber in Wirklichkeit denken sie doch meist "wie kann man nur so doof sein".
Kommentare wie "Habt ihr auch noch andere Hobbies", überhöre ich schon lange.
Nun ja, aber ich denke, das kennen die meisten hier.
So, das wars dann mal!
Bussi, Silvia
Wir haben auch sehr viel Ablehnung, auch seitens der Familie, auf unseren Kinderwunsch nach dem Dritten erlebt. Als wir von der vierten Schwangerschaft erzählten, wurden wir als "irre" bezeichnet. Nummer fünf wurde im 7. Monat erkannt. Oh mann, was haben die gemeckert. Nummer sechs konnte bis zur Entbindung geheim gehalten werden :) Als ich am Nachmittag nach Hause kam, kam Oma und erklärte, dass wir auf ihre Hilfe nicht mehr rechnen könnten (außer einmal im Jahr für 2 Stunden Babysitten war nie etwas von Hilfe zu merken). Mein Mann und ich kommen aber sehr gut damit zurecht. wir haben uns für die Kinder entschieden und verzichten auf Menschen mit Ansichten, dass Kinder nur Dreck und Mühe machen. Unsere Freunde stehen aber voll hinter uns. Haben zwar selbst "nur" bis zu zwei Kinder, aber fühlen sich bei uns pudelwohl.
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hallo,
im dez.2003 bin ich, nach 3 kindern (heute: sohn,21j.,sohn 17j., tochter 10j,) nochmals unerwartet -trotz spirale- schwanger geworden. meine gefühle spielten verrückt - jetzt, wo ich eigentlich mit dem kinderkriegen durch war und meine kinder schon so groß sind, soll ich noch mal von vorne anfangen? ich war völlig von der rolle und brauchte eine weile, mich wieder an den gedanken "baby" zu gewöhnen. die reaktion meiner mutter hat mich sehr verletzt. sie war sehr abgeneigt, mit 60j. noch mal oma zu werden und sagte, obwohl sie wusste, dass ich mindestens in der 6. ssw bin und das herz des baby´s bereits schlägt: "lasst es wegmachen, ihr seid zu alt! wenn ihr euch für das baby entscheidet, kann ich das nicht verstehen" usw. als wir uns für unser baby entschieden hatten, erfuhren wir, dass es zwillinge waren - eines sei jedoch nicht mitgewachsen. vier wochen später war dann alles vorbei - ich hatte eine fehlgeburt. ich hielt mein baby in meinen händen. es sah genauso aus wie auf dem us-bild, ca. 2,5 cm. groß... ich werde es niemals vergessen!
ab diesem zeitpunkt bin ich völlig aus meiner bisherigen lebensbahn geworfen. plötzlich war nichts mehr, wie es einmal war. und so weiter machen, wie zuvor, als wäre nichts geschehen, das konnte ich nicht. sprüche wie, wer weiß für was es gut war usw., taten mir sehr weh. - wir versuchten es nochmals - doch wieder eine fehlgeburt - dieses mal hatten wir es für uns behalten. beim 3. mal hat es dann geklappt! wir hatten niemandem etwas davon erzählt. ich hatte sehr viel angst, es wieder zu verlieren, bis ich in der 13. woche das "okay alles ist in ordnung", bekam. wir waren so happy! heute ist unser 3. sohn 5 monate, gesund und munter. und ich glaube, ich bin mit dem thema kinderkriegen noch nicht ganz durch, ob wohl ich dieses jahr 43j alt werde. ich höre jetzt schon die vorwurfsvollen fragen und sprüche der anderen. wenn es wieder klappt, behalten wir es, bis alles okay ist, auch wieder für uns. denn letztlich ist es unsere sache. danke fürs "zuhören".
sylvia
Unsere 3 Kinder waren eigentlich Unfälle, so unglaublich das klingt. Daher haben alle Verständnis, dass es bei uns mal chaotisch zugeht, vor allem in den Ferien.
Aber jetzt planen wir dieses Chaos zu erweitern, und das stößt in breiten Graden auf Unverständnis.
"Dann kannst du deinen Kindern nichts mehr bieten" - "Dann hängst du nochmal jahrelang zu Hause fest"
Naja, ihr kennt das ja. Vor allem vermeintliche Freunde haben sehr stark versucht, uns davon abzubringen.
Die liebste Reaktion war allerdings von meiner kinderlosen besten Freundin, die einen Witwer mit 3 kleinen Kindern geheiratet hat (jetzt alle erwachsen).
Sie sagte auf Nachfrage: "Wenn ich dir sage, mach es und im Nachhinein ist es schrecklich für euch, war mein Rat falsch. Wenn ich dir sage, mache es nicht und du diesen Wunsch verdrängst, sagst du vielleicht irgendwann, ach hätte ich doch... Deswegen sage ich nichts. Ich könnte es nicht, aber ich werde versuchen, dir weiterhin eine gute Freundin zu sein. Ganz nebensächlich, wie ihr euch entscheidet."
Ich habe mich so darüber gefreut, dass ich sie erst mal feste gedrückt habe.
Ich finde diese Antwort sehr ausgeglichen und liebevoll und wäre froh, wenn jeder mal darüber nachdenkt.
Tanja
Ich bekam mein erstes Kind mit siebzehn Jahren, schon da war meine Mutter geschockt, hat sich dann aber irgendwann damit abgefunden, aber als ich nach nur vier Monaten wieder schwanger war, wurde man schon recht komisch angeguckt. Nach dem dritten Kind dachten alle, das wär´s, besonders meine Mutter hatte das gehofft. Nach dem fünften Kind kamen dann die schlimmsten Bemerkungen - denn ich war erst vierundzwanzig - und wir wurden gefragt, ob wir noch ein andres Hobby hätten als uns fortzupflanzen, würden uns wie die Kaninchen vermehren und so was, da reg ich mich gar nicht mehr drüber auf, das überhöre ich heute einfach. Mein viertes Kind war von Geburt an schwerstbehindert (einseitige Spastik, schwerer Gehirnschaden, im Alter von zwölf Monaten schaffte sie grad mal den Kopf anzuheben, kurz vor ihrem Tod schätzte man ihre Entwicklung auf einen etwa sechs, sieben Monate alten Säugling). Wir wurden wie Unmenschen behandelt, da wir nach unsrem Schatz, der behindert war, noch ein Kind bekamen, von wegen wir würden dieses Kind dann ersetzen wollen, etc. Nach dem siebten Kind wurden wir in der Nachbarschaft als Asoziale beschimpft, wir wären ja nicht bei den Hottentotten, dass wir so viele Kinder haben müssten und immer so weiter. Und als meine Zwillinge 2001 zur Welt kamen, beide hatten einen viel zu frühen Start ins Leben, kämpfte unser Saul Aaron mit dem Leben (Problem war ein Lungenriss, aber leidet heute nur noch an schwerem Asthma) Der Arzt sagte zu uns, auch wenn Saul sterben würde, wäre das ja nicht so tragisch, denn wir hätten ja noch sieben andre Kinder -ich konnte wirklich nur noch heulen! Heute hat sich die Umwelt daran gewöhnt, dass wir zehn Kinder haben, heute sind mir solch dumme Bemerkungen vollkommen egal.
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Hallo,
wir bekamen unseren ersten Sohnemann, da war mein Mann knapp 21 und ich knapp 19. Da haben sich alle gefreut :-)
21 Monate später kam Sohn Nummer 2, alle freuten sich wieder, als ich von der Schwangerschaft berichtete.-
Als ich aber dann 5 Jahre später mit Sohn Nummer 3 schwanger wurde, waren alle entsetzt! War das ein Unfall? - so die Frage von vielen? Häh? konnte ich da nur zurückfragen. Meine Mom hat sich schnell an den Gedanken gewöhnt und der Rest der Familie zog bald nach... schließlich sind wir ja eine Großfamilie (mein Mann hat 7 und meine Mama 10 Geschwister). Viele meinen aber, in der heutigen Zeit... da passen viele Kinder nicht mehr in die "Gesellschaft", zu teuer und und und. Nur... war es früher nicht noch schwieriger? Meine Oma hat eines ihrer Kinder bei Bombenanschlägen zur Welt gebracht!
Ich möchte so gerne jetzt noch ein Baby, aber mein Mann ist (noch) dagegen. Hoffe, ihn umstimmen zu können, ist mir beim 3. auch gelungen :-), doch anscheinend ist es diesmal doch schwieriger. Ich glaube, er hat am meisten Angst vor den Reaktionen. Wenn es nach mir ginge, hätte ich jetzt schon 6 Kinder :-)!
Naja, ich berichte weiter, wenn es denn doch geklappt hat... wie dann die Reaktionen sind!
Gruß
"Nachschlag"
Hallo an alle:-)
Konnte meinen Mann voriges Jahr überzeugen und.... unser Krümel Nummer 4 ist nun 11 Wochen alt:-)
Wenn ich als lange jahre ja alleinerziehende mutti meines wilden
haufens so durch läden und straßen außerhalb unsres wohnortes zog, dann
gabs nur erstaunte gesichter. in den märkten eher kopfschütteln, wie
kann die mutter das nur zulassen, dass die da wilde jagd machen?
hm, vielleicht ist es einfach so, dass ich da ruhiger rangehe, weil ich
ja weiß, es passiert nichts dabei.
das übliche wie: habt ihr keine andren hobbies
und : ausnutzen des sozialstaates, das kenne ich derweil auch zur genüge.
am schlimmsten fand ich, dass meine tante, meine eltern und so, sich bei
der bemerkung von thomas und mir, dass wir noch ein kind wollten, eins
für ihn, vermutlich dann noch eins, ja, dass die da mehr oder minder
ausfallend wurden, besonders meine tante, die sogar loslegte und mir das
christsein absprach:-(
ja,und aus der richtung thomas kommen solche kommentare wie: die setzt
sich ins gemachte nest, die mit ihren 5 kindern...die macht den nur
bankrott und weg isse.... so in der art.
sehr erhebend... chweißt aber eher zusammen.
spaßig ist es, wenn wir mal zusammen an einer wursttheke vorbeikommen.
dann recken sich im besten fall 5 hände nach den wurstscheiben, denn
auch 15jährige sind dagegen net immun. wenn wir dann noch daneben
stehen, bekommen wir auch schonmal ein gutes stück wurst ab, weil
wir ja "nervennahrung" bräuchten...das ist toll...so geht ne komplette
fleischwurst locker drauf:-)
nicht so toll die einstellung mancher schulen, wo schonmal gemeint wird,
5 kinder können unmöglich von einer frau geboren sein, da müssten einige
pflegekinder sein... lässt sich aber in der regel aufklären...
ja, oder die meinung, dass man als mutti ja ständig am
nervenzusammenbruch entlang balancieren müsste... was totaler schmarrn ist.
war eben nur innerhalb der alleinerziehungszeit ein wenig riskant.
soweit meine erfahrungen :-)
Claudia
Hallo,
wir haben drei Kinder und wollen noch eines. Doch wenn man so hört, was die anderen dazu meinen, ist das schon ziemlich traurig. Da kommem solche Sprüche wie: könnt ihr nicht mehr aufhören? ..., das ist ja asozial ..., da kann man den Kindern nichts mehr bieten ..., die Kinder müssen auf vieles verzichten ... usw. usw.!
Warum ist unsere Gesellschaft so kinderfeindlich eingestellt??- Früher hatte man doch auch ein Haus voll Kinder. Was ist in der heutigen Zeit
anders?
Wir lassen uns von niemand beeinflussen, sollen die anderen doch denken was sie
wollen!
Gruß Marion
Hallo, mein Mann und ich haben früh mit dem "Kinderkriegen" angefangen: unser erster Sohn wurde in unserem 2. Studienjahr geboren, ich war noch keine 20. Schon das ein Schock für unsere Verwandschaft. Mittlerweile sind wir eine glückliche 8- köpfige Familie und haben an Reaktionen schon so einiges hinter uns. Das ging von einem freudigen "Mensch, ist ja toll" (wohlgemerkt von Nicht-Familienmitgliedern) bis zur Frage meiner Schwiegermutter, ob es denn schon zu spät sei (für eine Abtreibung). Als ziemlich harmlos stufe ich da die auch sehr beliebte Frage ein, ob uns denn Verhütungsmethoden bekannt wären. Immer gut kommt auch die Frage, wann denn das Nächste kommt. Es ist schon sehr erstaunlich, wie intensiv sich manche Leute um unser Privatleben kümmern, denen wir ansonsten relativ gleichgültig sind. Jedenfalls hat noch keiner von ihnen gefragt, ob er vielleicht helfen könnte! Erstaunlicherweise habe ich bisher, wenn ich mit meiner Rasselbande unterwegs war, noch keinen negativen Kommentar zu hören bekommen. Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, dass es die Leute schon sehr beeindruckt, dass es noch Familien mit vielen Kindern gibt, und dass viele das auch gut finden (allerdings wollen die meisten nach eigenem Bekunden selber dann doch nicht so viele Kinder). Ich bin jedenfalls fest entschlossen, nur die positiven Bemerkungen an mich ranzulassen. Ist nicht immer leicht, aber auf jeden Fall besser, als sich die Freude an der Familie verderben zu lassen.
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Wir haben wirklich noch nie schlechte Erfahrungen im privaten
Bereich gemacht. Na ja, wir gehören aber ja auch mit vier Kindern
nicht unbedingt zu den besonders großen Großfamilien. Bekannte und
Verwandte haben sich immer mit uns gefreut, wenn wir wieder ein Kind
ankündigten. Vielleicht auch, weil alle von vornherein wussten, dass
jedes Einzelne ein Wunschkind war und kein "Unfall", wie es
ja immer sehr schnell vermutet wird, wenn man mehr als zwei Kinder hat.
Manchmal traf uns bei Ausflügen der ein oder andere neugierige
Blick; auch bei einem Spaziergang während meiner dritten
Schwangerschaft kamen uns zwei Frauen entgegen, musterten die beiden
Kleinen, dann meinen Bauch, möglichst unauffällig natürlich, um sich dann
noch einmal nach uns herumzudrehen. Doch es war Ihnen schon sehr
peinlich, als ich mich ebenfalls umdrehte und sich unsere Blicke
trafen. Ich finde so etwas eher belustigend. Aber das ist auch schon
alles, woran ich mich erinnere. Sicher fallen die richtig großen
Familien wesentlich mehr auf. Selbst ich habe mich schon dabei
ertappt, Leute mit vielen Kindern genauer anzuschauen, was aber
wirklich nicht geringschätzig gemeint war sondern einfach nur
neugierdehalber (Wieviel Jahre sind die Kinder wohl auseinander?
Wieviel Mädchen/Jungs sind es? Toll, die zanken genauso wie
unsere! Mensch, wie sich da die Großen um die Kleinen kümmern,usw.)
Ich denke, so verhält es sich bei anderen auch oft, aber Eltern
von mehreren Kindern sind in Bezug auf ihre Umwelt sehr sensibel
und interpretieren wegen schlechter Erfahrungen oder vielleicht
auch nur aufgrund irgendwelcher Befürchtungen manche Reaktionen gleich von
vornherein negativ, auch wenn sie gar nicht so gemeint sind.
Es gibt sicher große Familien, deren Erlebnisse sich nicht mit
unseren decken, wäre mal interessant, darüber etwas zu hören.
Dadurch, dass wir unsere Familie durch Auslandsadoption gegründet haben, war das Unverständnis vieler Bekannten aber auch mancher Familienmitglieder natürlich sehr groß. Ich bin behindert und habe vor Jahren ein Bein verloren. Nach der ersten Adoption fand man unseren Mut eigentlich noch Klasse. Nachdem wir dann aber ein weiteres Kind adoptiert haben, äußerten manche schon ihre Bedenken. Tja, und dann kam das Glück im Doppelpack ins Haus und aus einer geplanten dritten Adoption wurde ein Geschwisterpaar. Somit waren wir dann endgültig als total verrückt abgestempelt. Wir haben damit aber kein Problem. Klar sind die Einladungen weniger geworden, aber die echten Freunde sind uns geblieben. Und sind wir doch mal ehrlich: wer braucht schon die anderen? Wir müssen uns in manchen Dingen einschränken, was wir aber schon vorher wussten, somit fällt es nicht schwer. Wir würden keinen Augenblick zögern und es immer wieder tun. Unsere Konstellation ist ziemlich einmalig und wir fallen eigentlich immer auf, allein durch die Herkunft unserer Kinder, aber auch oft im positiven Sinne. Ich denke, dass Kinder aus Großfamilien oft viel besser lernen, wie man miteinander umgeht und sie sich darum auch dementsprechend benehmen. Liebe, Geduld, Rücksicht sind drei unserer Zauberworte, die uns im Alltag sehr weiterhelfen!
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