Alltag heißt Leben
Und wie sieht bei euch der Alltag aus? Erzählt doch einfach mal, wie ihr so lebt oder was ihr erlebt jeden Tag. Welche Ratschläge habt ihr, um Zeit, Arbeit und Nerven zu sparen? Helfen die (älteren) Kinder mit, wenn ja, wobei? Welche Erfahrungen habt ihr mit bezahlten Haushaltshilfen oder Au-pair-Mädchen? Oder was fällt euch selbst zum Thema ein?
Rafft euch auf und ...
Beachtet aber bitte vorher den Hinweis!
Hallo ihr Großfamilien,
zum Thema Alltagsbewältigung möchte ich auch etwas schreiben. Ich, Anja, 42, habe einen Mann und 6 Kinder. Dazu noch 3 Stiefkinder. 2 davon sind regelmäßig bei uns. Ich bin eigentlich immer etwas verwundert, wie perfekt andere Familien organisiert sind. Ich bewundere das sehr und habe es schon öfter mal versucht. Klappt nicht! Ich bin wohl eher das Improvisations - als das Organisationstalent. Meine Kinder sind 18,16,12,10,4 und 3. Wir haben die täglichen Aufgaben auch schon mit Listen eingeteilt, ein Punktsystem für alle erledigten Aufgaben erstellt... war alles eher stressig für mich. Ich musste ständig hinter allen herlaufen und bitten und betteln. Mal war derjenige, der die Spülmaschine einräumen sollte im Nachmittagsunterricht, dann musste jemand für eine Arbeit lernen. Immer irgendwas. Als ich mir klar wurde, dass ich versuchte, heimlich die Aufgaben der Kinder zu erledigen um irgendwann mal ohne stundenlange Diskussionen mit dem Haushalt fertig zu werden, habe ich diese Art der Arbeitsteilung aufgegeben. Bei uns läuft jetzt alles nur noch auf Basis von Zurufen. Würdest Du bitte... Könntest Du eben... und das ist stressfreier. Außerdem ist mein Alltag nicht wirklich planbar. Wenn ich das versuche, kommt garantiert ein Armbruch, eine Platzwunde, ein verpasster Bus oder irgendetwas in der Richtung dazwischen. Also improvisiere ich... und mich kann nichts mehr aus der Bahn schmeißen.... ;-))) Nobody is perfect. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass Perfektion von den meisten Menschen bei einer Großfamilie nicht erwartet wird. Die wenigsten können sich unser Leben wirklich vorstellen. Soooo stressig ist es ja auch wieder nicht, finde ich. Ich habe allerdings auch nicht alles nur Kleinkinder. Ich denke manchmal, eine Mutter mit zwei kleinen Kindern hat echt mehr Stress als ich. Ich kann einkaufen ohne Kleinkinder, weil meine Großen dann aufpassen. Bei mir ist immer jemand im Haus, der mal eben etwas erledigt. Ich habe immer Ansprechpartner, die einen vollständigen Satz formulieren können und vereinsame nicht zwischen Pampers und Milchflaschen. Ich liebe mein Leben so wie es ist und versuche immer das Glas als halb voll und nicht halb leer zu sehen.
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Unsere Kinder essen sehr gerne Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und SPINAT. Aber mal ehrlich: ist das Abwaschen hinterher nicht gruselig?? Überall klebt das Zeug. Wir haben eine Möglichkeit gefunden, wie man das etwas vermeiden kann. Wir mischen den Spinat schon beim Kochen in den Kartoffelbrei. Er bindet den Spinat und das Abwaschen wird leichter. Bei uns gibt es jetzt wieder öfter Spinat
Liebe Grüße Daniela
Ich habe einen Tipp, wie man das nächtliche Aufstehen wegen des Schnullers verhindern kann. Bei meiner Tochter hat es funktioniert: Ich habe von Anfang an ein Nickituch, an welchem ich den Schnuller festbinde, seitlich in Schulterhöhe breit und fest an den Schlafsack angenäht. Das Tuch habe ich etwa um die Hälfte auf ca. 15 cm gekürzt, sodass sie es schnell raus hatte, den Schnuller nachts allein zu finden. Sie braucht dafür nur am Schlafsack entlang tasten und sich den Schnuller selber wieder in den Mund stecken. Mit dieser Methode sind wir fast nie nachts wegen des Schnullers aufgestanden.
Hallo, ein Gruß aus Frankreich
Ich wohne mit meiner Familie seit 9 Jahren in Lothringen und hier wird für die Familien wirklich was gemacht. Der Alltag mit 4 schulpflichtigen Kindern ist deshalb schon leichter, weil alle von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr in der Schule sind. Meine Kinder sind 5,10,13 und 16 Jahre und wir können alle zusammen essen. Da es hier Ganztagsunterricht gibt, habe ich den ganzen Tag Zeit, in Ruhe meinen Haushalt in Ordnung zu bringen und einzukaufen. Und so bin ich keine generfte Mama, wenn zu den Stoßzeiten alle da sind. In Deutschland hätte ich, glaube ich, keine 4 Kinder bekommen...
Gruß Bettina
Hallo Gerda!
Ich möchte auch noch was zur "Organisation den Alltags" beitragen:
Ich (geb.´79) habe meine Kinder nicht (mehr) im Kindergarten, da dieser hier leider mehr eine Verwahrungsstation ist als ein Ort, an dem man was lernt.
Das Wichtigste ist, dass man sich einen Plan macht, was man die Woche über so erreichen möchte, dann kann man am Samstag auf etwas zurückschauen und ich schaffe alles besser mit einem guten Zeitplan.
Ich stehe jeden Morgen um 4.00 Uhr auf und trage Zeitungen aus. So um 6.30 Uhr bin ich wieder daheim und wecke so langsam den Großen (geb. 97). Während der Kaffee läuft kontrollieren wir die Schultasche - alles drin? Dann essen und quatschen wir zwei, meist stehen die Kleinen (geb. 2000 + 2002) um 7.00 rum auch auf und wecken den Papa (geb.´72) gleich auf dem Weg nach unten. Der Große macht sich um 7.15 Uhr auf den Weg in die Schule. Dann geht der Papa gewöhnlich auch arbeiten, er ist selbstständig im Dienstleistungsgewerbe und ist je nach Auftragslage 4 - 12 h unterwegs. Manchmal nimmt er meinen Schwager mit, aber größtenteils verbringt der seine Zeit mit seinem Computer und der Technik für seine Kunden. Ich bekomme dann mein Pflegebaby, geb. 05/05, 2x pro Woche je 7 h. Dann wird gesungen, gebastelt, gespielt, gestritten, geheult, geschlichtet, gelesen, gemampft, getobt spazierengegangen, gebadet, geschmiert, gekuschelt und was uns noch so einfällt. Ich versuche, den Kids wöchentlich neue Spiel- und Lernanreize zu bieten bzw. Gelerntes zu verfestigen. Das erfordert Vorbereitungen, ratet mal, was ich abends so mache... Mittags wird warm gegessen, gesund bis öko, und die Kids helfen mit. Der Mittag ist zum Ruhen und Hausis machen da. Nachmittags ist der Große meist bei Freunden (nur Einzelkinder!), denn er ist ein ruhiges, ausgeglichenes, harmoniebedürftiges Kind, das nicht immer gut mit dem Rabatz klarkommt, den die Kleineren so machen. Aber er hat nichts gegen ein weiteres Baby, er hilft auch gerne mit, nur wenn´s nicht sein muss, reißt er sich nicht drum ;-). Wir legen Wert darauf, dass die Kinder hinschauen und selbst erkennen, wo sie mithelfen können. Das klappt gut, und ich bin nicht überlastet, im Gegenteil. Wenn weiter nichts ansteht (LOGO, ERGO), besuchen wir nachmittags Freunde der Kleinen oder unternehmen was mit dem Papa , wenn der schon da ist, gehen shoppen oder einfach mal googern bei IKEA, die 16min. mit dem Auto entfernt ist. Dort gibt es ein Playland (Smaland) und die Kinder sind verräumt. Außerdem haben wir eine Jahreskarte für den Playmobil-Freizeitpark. Leider haben wir keine Verwandten in der Nähe, daher fallen die als Entlastung weg :-(. Abends Essen, naja und dann Zähneputzen und noch !LEISE! spielen bis so um 19.00 Uhr. Dann lese ich ein paar Minuten was vor und jeder darf danach noch im Bett malen und lesen bis kurz vor acht. Dann haben 100%ig alle nochmal Durst, müssen pieseln oder sonstwas Wichtiges, nur um das Unvermeidliche zu vermeiden: Licht aus... Dann nehmen sich Mama und Papa Zeit füreinander und die Kinder sind abgemeldet. Keine Ausnahmen, denn ohne Ehe funktioniert diese Familiensache nunmal nicht! Wir schauen wenig fern, reden oder lesen lieber miteinander. Dann mache ich auch meinen Plan für den nächsten Tag / Woche, schaue die Finanzen durch etc. Spätestens um zehn ist Schluss. Gebügelt und so was wird am Sonntag, wenn der Papa Zeit für die Kids hat. Diese Zeit genieße ich ganz für mich, so startet Frau dann mit einem ordentlichen Haushalt und frisch gewaschenen Haaren ;-D in eine neue Woche. Ich vermisse in meinem Leben nichts, denn ich habe zahlreiche Hobbys: Bibelstudium, Krankenpflege, Tierpflege (1 Kater, 5 Meeri´s, 11 Fische), Fremdsprachen, Ebay, Lesen, Musik hören und Tanzen. Mein Mann wünscht sich lediglich mehr Zeit mit mir, aber das wird ja auch wieder. Also, man kann immer was aus seinem Leben machen, auch wenn andere das anders sehen! Die Zeiten werden zwar nicht einfacher, aber wo drei sind können auch vier sein. Wir versuchen in allem ausgeglichen zu sein, und unseren Kindern das Wichtigste zu bieten: Liebe und Beständigkeit. Geld ist zwar wichtig, aber mit weniger kommen wir auch aus. Wenn die Kinder was vermissen, besprechen wir das gemeinsam bei unserer Familienrunde, immer Samstag abends. Offenener Austausch und ein gutes freundschaftliches Verhältnis sind uns das Wichtigste, auch die Achtung vor Gott und die Anbetung spielt eine große Rolle in unserem Alltag. Merke: In der Ruhe liegt die Kraft!

Tanja
Hallo,
unser alltag ist eigentlich gut durchorganisiert. muss auch, da ich noch halbtags am pc sitze wegen meines jobs. hinzu kommt noch, dass mein mann eine firma hat und ich auch dort die ganze buchhaltung, rechnungen schreiben usw. erledigen muss! also, unser tag fängt um 5:30 an, da stehen die großen schulkinder auf, sie sind 17,16 und 14. frühstücken, betten lüften usw. um 6:30 steht meine maus auf, sie geht noch zur grundschule und ist 9. meistens stehen dann auch unsere drei kleinsten auf, sie sind 5,3 und 20 monate. nachdem die drei großen, bianca, kevin und sarah um halb sieben das haus verlassen haben, wird mit den kleinen in ruhe gefrühstückt, soweit sie schon hunger haben. um halb acht lass ich saskia raus, denn um zwanzig vor acht fährt der schulbuss. dann haben wir zeit, die waschmaschinen anzuwerfen, wir haben bei 7 kindern auch 2 davon. na ja, im august kommt unser 8. kind und die wäsche wird halt noch mehr. ist eben so. dann wird der spül eingesammelt und die spülmaschine in gang gesezt. danach ziehe ich in ruhe die kleinen an und mache mit ihnen die betten. so um viertel vor 9 machen wir uns auf den weg zum kindergarten, der bei uns nur 5 min. vom haus entfernt ist und ich denke, wenn sie um 9 uhr oben sind, reicht das. denn sie können bis längstens um halb 2 bleiben, aber meist hole ich sie um 12 uhr ab. dann wird mittagessen gekocht und ab 13 uhr treffen die schulkinder wieder zu hause ein. der letzte kommt um 13:30. nach dem essen werden hausaufgaben gemacht und der kleinste hält seinen mittagsschlaf. meine büroarbeit erledige ich vormittags und wenn es gar nicht anders geht noch abends nach 20 uhr, wenn alle kinder im bett liegen. nachmittags, wenn es nicht regnet, gehen wir oft raus. da wir auf dem land wohnen und so schon einen großen garten haben, sind die kinder sowieso oft draußen und es tut ihnen gut. um halb sieben gibt es bei uns abendbrot und danach die übliche umzieherei mit zähneputzen usw. zum abschluss wird noch eine geschichte vorgelesen und dann haben mama und papa, wenn er zu hause ist, mal etwas zeit für sich. mein mann ist allerdings auf grund seiner selbstständigkeit oft unterwegs, da er ein transportgewerbe hat und selbst lkw fährt. es kommt immer auf die touren an, die er zu fahren hat. es kommt vor, dass er mal 2 tage gar nicht zu hause ist und dann wieder jeden tag. aber daran gewöhnt man sich im laufe der jahre. leider haben wir keine oma, die mal helfen könnte, wenn´s eng wird, aber ich denke, wir haben mit der zeit gelernt, alles gut in den griff zu bekommen. arzttermine oder großeinkauf lege ich mir, soweit es geht, in den vormittag. dann bleiben die kleinsten mal einen tag aus der kita. aber da sie nicht so oft krank sind, ist das auch kein problem. zum einkaufen nehme ich auch gerne die kleinen mit. sie haben immer viel spaß am mithelfen. meine großen helfen allerdings auch im haushalt mit. kevin geht dreimal am tag mit unserem hund, und ist für sein zimmer verantwortlich, denn außer saugen und durchputzen mache ich dort nichts. bei bianca auch nicht. aber die hilft sowieso gerne im haushalt und bei den kleinen mit. ich versuche eigentlich jeden tag, wenigstens am vormittag die wäsche fertig zu bekommen und das haus in ordnung zu halten, sowie zu saugen und durchzuwischen. da wir 16 zimmer haben, muss dies zeitlich auch sehr gut durchgezogen werden. allerdings können bei uns auch keine besucher vom fußboden essen, ich hatte auch noch keinen, der dies wollte. scherz am rande, es muss nicht immer alles picobello sein. was nicht geschafft wird, muss halt liegen bleiben und wen es stört, der kann ja mit anpacken oder wieder gehen. es soll schon sauber sein, aber übertreiben muss man es nicht. kann man auch gar nicht. bei so vielen personen, die bei uns im haus leben, sieht es halt nicht so aus wie bei "schöner wohnen". in den kinderzimmern das spielzeug räume ich erst abends mit den kindern zusammen auf, und womit am nächsten tag noch gespielt werden soll, bleibt eben an der seite stehen. bügeln tu ich auch nur das nötigste, dabei fällt die bettwäsche, handtücher und unterwäsche allerdings raus. das ist unnötige arbeit, die man sich sparen kann. die gewonnene zeit nutze ich, um mit den kindern was zu machen. entweder wir basteln mal zusammen oder ich spiele mit ihnen. aber da ihr ja alle wisst, das der tag nur 24 stunden hat, ist die zeit auch meist schnell rum. aber es ist jeden tag eine herausforderung, etwas zu leisten. viele können es nicht verstehen, dass ich mit fast 8 kindern noch einen halbtagsjob habe, aber ich bin froh darüber. es ist der ausgleich. ich habe auch das glück, meine arbeit von zu hause aus zu erledigen und alles übers internet abzuwickeln. die schreibarbeiten von der firma meines mannes muss ich dann ab und an dazwischen schieben, aber es funktioniert. es muss ja auch. man darf nur nicht anfangen zu jammern und sich selbst zu bemitleiden, wenn man mal sehr viel um die ohren hat, denn man hat es sich ja selber so ausgesucht. und leute ehrlich, ich habe mit 18 mein erstes kind bekommen und das mitten im abitur. dann meine ausbildungen als bürokauffrau und als steuerfachgehilfin mit drei kleinen kindern durchgezogen und dann kamen immer mehr kleine süße babies auf die welt. aber ich würde es wieder so machen. wenn man will, kann man alles unter einen hut bekommen, man darf sich nur nicht selber überschätzen oder versuchen, es anderen recht zu machen, das geht sowieso nicht. die anderen haben immer was zu maulen, egal wie man es macht und anpacken tut auch keiner, wenn man mal wirklich hilfe brauchen könnte. es wäre schön, wenn ich von euch hören würde und ich viele nette kontakte schließen könnte. denn ich bin der meinung, großfamilien müssen zusammenhalten. und so ein austausch kann auch ganz nützlich sein. vieles lernt man kennen, was man noch nie bedacht hat. also, haut in die tasten und schreibt. jede mail von euch wird auch beantwortet. bis dann, eure
Erika
Unser Alltag ist von meiner Seite her alltäglich.
Ich beschreib es einfach mal in etwa mit Uhrzeiten: Mein Mann steht um fünf Uhr auf, die Arbeit fängt um 6 Uhr an und er kommt gegen 17:30 Uhr wieder nach Haus. Ich stehe immer um 6:30 Uhr auf, wecke die vier schulpflichtigen Kinder, die sich sozusagen selbstständig auf die Socken machen, von wegen Brot schmieren und so. Ich mache dann Frühstück für die Kinder, die noch nicht zur Schule müssen und das sind immerhin noch sechs an der Zahl. In etwa um 7:30 Uhr wacht dann die Rasselbande im Alter von 6 Jahre bis 4 Monate auf und gemeinsam frühstücken wir erstmal. Während das Baby ja meistens schläft, beschäftige ich mich mit den anderen vier Kindern, gehe mit denen auf den Spielpaltz, einfach spazieren, etc. Gegen 12 Uhr gibt es Mittagessen und danach Mittagschlaf, immer zwischen 12:45 Uhr und 13:30 Uhr oder spätestens bis 14:15 Uhr. In dieser Zeit fange ich schon mal mit dem Haushalt an, Waschmaschine wird mit Schmutzwäsche gefüttert und die Spülmaschine wird angemacht. Dann Hausputz zwei mal die Woche, damit kommen wir gut aus. Zwischen 14 und 15 Uhr kommen auch die vier anderen Kinder aus der Schule heim und machen entweder erst Hausaufgaben oder helfen mir im Haushalt. Marius (6) und Jeanette (4) schick ich fünfmal die Woche in einen Kinderclub, der leider nur nachmittags auf hat. In der Zeit zwischen 14:30 Uhr und 17:30 Uhr sind die beiden voll und ganz mit dem Spielen beschäftigt, der Papa holt sie immer ab, wenn er von der Arbeit kommt. Die drei großen Mädchen haben sich alles schon eingeteilt. Die eine hängt die Wäsche auf, während die andre mit den Zwillingen spielt. Um 19:00 Uhr ist dann auch das letzte der Kinder unter sechs im Bett und dann kann ich mich voll und ganz der Hausarbeit widmen, bügeln tu ich nur noch Einzelstücke, was wirklich gebügelt werden muss, wie Blusen und Co, komm so auf etwa zwei Wäschekörbe Bügelwäsche pro Woche. Mit den vier größeren Kindern und meinem Mann essen wir gemeinsam Abendbrot, immer in etwa gegen 20:00 Uhr und schauen meist bis 21:15 Uhr gemeinsam fern, währenddessen werden Unterwäsche, Socken, sowie Wäsche zusammengelegt. Um 21:30 Uhr sind die größten auch in ihren Zimmern verschwunden und ich habe mit meinem Mann Zeit für uns. Seit etwa zwei Jahren bekommen wir nun vom Jugendamt jedes halbe Jahr eine "Haushaltshilfe". Das sind junge Frauen im Alter von 18-24 Jahren, die bei uns Praktikum etc. ableisten. Aber mit dem Haushalt ist es bei uns weniger stressig, da ich es immer ganz gelassen und entspannt angehe ;-) Eure Melli
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Hallo,
auch hier möchte ich nun meinen "Senf" dazugeben...
Ich sah das früher ähnlich frustrierend wie Andrea mit ihren kleinen Kids. Ständig bin ich ihnen, als sie noch kleiner waren, hinterhergelaufen: räumt dies weg, macht das und dies. Außer Frust auf beiden Seiten hat das nicht viel gebracht ;-) Es war aber auch wie verhext: war es ordentlich, kam kein unerwarteter Besuch. Schaffte ich es zwischen Windeln wechseln, Essen kochen usw. mal nicht, alles aufzuräumen, dann standen sie haufenweise, u.a. meist auch noch die Schwiegermama, im Raum...
Bei kleineren Kindern ist das aber einfach so mit der Unordnung. Sie verteilen z.B. ihre Spielsachen überall im Haus, weil sie noch überall dabei sein wollen. Später, so mit 8 Jahren, ändert sich das langsam, sie ziehen sich mehr und mehr in ihr "Reich" zurück, wollen nun eher ihre Ruhe.
Unser 7-jähriger Felix liebt sein Playmobil. Sind dann in seinem Zimmer die Schiffe, die Burg, die Pirateninsel usw. verteilt, kann man kaum noch laufen. Aber dies abends wegräumen, oh nein, das wäre tödlich. Er hat sich das ja immer so aufgebaut, das er am nächsten Tag wieder damit spielen kann.- Ich beschloss dann irgendwann: für ihre Kinderzimmer sind sie selber verantwortlich. Bettenbeziehen, Fensterputzen usw. machen wir meist gemeinsam, die Großen erledigen auch das selber. Ansonsten sind die Zimmer für mich eine Tabuzone. Den Größeren ist das so eh´ lieber, die säubern auch ihr Bad gemeinsam, bei den Kleineren muss man schon ab und an selber ran, aber das ist o.k.. Sie sollen ja keine Putzteufel werden, der gute Wille dabei zählt ja nur. Wir haben auch einen Putzplan für ihre Etage und ihr Bad, der sich aber eher nicht einhalten lässt, da einer sich immer drum drückt...
Ansonsten habe ich keine Pläne, wer gerne mal hilft, der bringt auch mal freiwillig den Müll raus, deckt den Tisch von selber oder räumt die Spülmaschine ein oder aus. Ich will da mit Druck nicht zuviel Gegendruck herausfordern. Z.Zt. klappt das alles recht gut, habe recht hilfsbereite Mädels ;-). Aber auch unser kleiner Felix, mit 7 und als einziger Junge (neben meinem Mann) hier das absolute Nesthäkchen, ist immer fleißig bemüht mal zu helfen.
Für´s Grobe habe ich eine Hilfe, eine Freundin, die mir beim Putzen usw. hilft. Aber auch hier, mit dem richtigen "Werkzeug", meinem unentbehrlichen Dampfreiniger, alles ein Kinderspiel. Das Grobe wie Bäder, Kacheln, WC´s mache ich alle 2 Tage, die Böden fast tgl. damit sauber. Beim Waschen habe ich nur die klare Angabe gemacht, das alles in den Waschraum gebracht wird, da ich drei Waschmaschinen gleichzeitig laufen lassen kann, ist das zweimal in der Woche keine große Sache. Im Sommer hänge ich alles auf Gestelle, im Winter einen Teil, der andere kommt in den Trockner. Ich wasche meist nur mit Sparprogramm, bei 30°, das spart, mit den richtigen Waschmitteln, Heizkosten und schont die Umwelt ;-).
Nun, da die Kids älter werden, so mit 12 Jahren, ging es auch los, siehe da, es wird aufgeräumt. Das Zimmer wird sogar "dekoriert", es ist eben der Spiegel eines Jeden nach außen. Kam wie von alleine! Sogar meine Pflegetochter Eki, sie bekam alles kaputt, "züchtete Schimmelkulturen" in ihren Verstecken, es roch immer arg muffelig, wir mussten schon zwei mal das Zimmer sanieren, sie ist nun wie um 180° gedreht. Liegt das daran, dass es Mädels sind?
Wie war das bei mir? Ich war super unordentlich, überall lies ich alles stehen und liegen. Aber, ich fand in meinem Chaos auch immer alles wieder. Mir hat meine Oma schon in der Kindheit des öfteren alle Sachen aus dem Zimmer geworfen, wenn es mal wieder unordentlich war, und nun? Ich bin eigentlich recht ordentlich geworden, schaffe es aber immer noch nicht so recht, das Chaos in meinem Kleiderschrank zu "beherrschen". Bin von Natur ein Mensch, der das Chaos anzieht, es aber nicht beherrschen muss... Auch bügele ich selber nicht alles, das machen die Kids, wenn sie dann etwas brauchen, oder aber der Trockner. Eine Freundin von mir bügelt ja sogar Unterwäsche, Handtücher, Bettwäsche usw., das fällt mir im Leben nicht ein, dazu ist mir die Zeit zu schade. Wenn mein Mann Hemden oder Hosen braucht, klar, die werden gebügelt, aber sonst wirklich nur bei Bedarf. Schlechte Hausfrau?!
Denke, wir haben nun trotzdem ein schönes, gemütliches Heim. Denke da wie Renate, es kommt darauf an, was man den Kindern vorlebt, es kommt dann von alleine.
Mir ist die gemeinsame Zeit mit meinem Mann und meinen Kindern wichtig und kostbar, wichtiger als alles immer tip-top oder so wie man es eben von einer Supermutti erwartet, zu machen!
Auch ist nun, wenn mal unerwartet Besuch kommt, unser Bereich, der Essen- und Wohnbereich, unser Bad und Gäste-Wc ja immer tip-top. Darauf lege ich schon wert. Die Kinder unter sich, die sind wohl eben alle genauso... Die stört die Unordnung der kleineren Kids dann nicht, meinen dann nur "Bei mir ist es genauso..." Und unser Besuch schaut sich ja nicht die Kinderzimmer an, das wollen die Kids auch gar nicht, ist ihnen zu intim... ;-)
Mein Tipp, alles mit etwas Humor sehen, sonst strapaziert man nur seine und die Nerven der Kids, es artet in endlose Diskussionen aus. Ich bin ja selber so ein Mensch, m u s s ich etwas tun, habe ich eigentlich nie große Lust dazu, ist es aber freiwillig, k a n n ich etwas tun, dann mache ich es meist sogar gerne. Bei uns funktioniert es so, zum Glück. Wie ist es bei euch so?
Ich merke immer mehr, sehe ich es lockerer, mache ich mir nicht den Stress alles kontrollieren und perfekt machen zu wollen, nehme ich mir auch Freiräume für mich, bin ich viel entspannter in allem, klappt es wie von alleine!
So, das war ja ein halber Roman, sorry!
Liebe Grüße an alle Haus- bzw. Kindermanagerinnen!
Marnie
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Hallo,
ich möchte mich auch hier nochmals einbringen. Also bei uns ist es auch manchmal ganz schön stressig, da mein Mann im Moment wieder mit Umbaumaßnahmen beschäftigt ist und mir im Haushalt nicht sehr viel helfen kann. Dafür müssen unsere 6 Kinder ran. Wir arbeiten mit einer Liste, die wöchentlich wechselt. Es gibt z.B. den Spülmaschinen-, den Müll-, den Tischdeck- und Altglasdienst, dann noch den Getränkeheraufholdienst, den weniger beliebten Blumengieß- und Wiesendienst. Dieser Dienst beinhaltet die Wiese vom Hundekot zu befreien, nicht sehr geschätzt, aber bei 3 Hunden eben unumgänglich. Das Katzenklo zu säubern bleibt meist mein Dienst. Alle unsere Tiere, es sind im Moment 35, versorge ich zusammen mit unserer ältesten Tochter (14 Jahre). Betten mache ich unter der Woche, ansonsten sind die Kinder am Wochenende und in den Ferien dafür selber zuständig, klappt nicht immer; Konsequenz und Durchhaltevermögen sind gefragt,besonders bei unserem jüngsten Pflegesohn, der bisher kaum Grenzen kennengelernt hat. Die schmutzige Wäsche trage ich meistens nach unten. Habe mir vor kurzem eine größere Waschmaschine (7 Kg) ersteigert, das spart Zeit und Kosten. Ein Trockner, im Sommer auch die Wäschespinne, trocknet alles. Im Sommer helfen beim Aufhängen auch mal die Kinder mit. Da mein Hobby Bügeln ist, kann ich dabei die Wäscheberge bewältigen und mich entspannen. Da ist auch noch der Garten, der von mir sehr gerne bewirtschaftet wird, was jedoch mit ansteigernder Zahl der Kinder immer schwieriger wird, sprich Zeitmangel. Bei uns muss jeden Tag gesaugt werden, da wir 3 Hunde und 2 Katzen fast ganz im Haus halten, dann je nach Witterung auch geputzt. Das mache im Moment noch ich. Habe mir aber überlegt, wenn der Umbau beendet ist und wir dann 380 qm haben, dass ich entweder meinen Mann oder eine Putzfrau anstelle. Zimmer aufräumen und abstauben müssen die Kinder selber.
Dann gibt es da noch das Thema Schule. Unsere Älteste besucht die Realschule, unser 12 -jähriger das Gymnasium, bisher keine Probleme, auch bei den Hausaufgaben nicht. Dann wären da noch unser leiblicher Sohn, der mit unserer Pflegetochter die 4. Klasse besucht, da ist der Aufwand schon etwas größer. Sie bekommt 2x die Woche Nachhilfe, ansonsten sind wir für das Lernen und die Hausaufgabenüberwachung zuständig. Das war zeitweise problematisch, da sie mit uns nicht mehr lernen wollte und ich auch nicht wusste, wie ich ihr manche Dinge erklären sollte ohne ihr gleich die Lösung zu präsentieren. Durch die Nachhilfe hat es sich jetzt etwas entspannt. Auch unser Sohn ist im Moment wieder etwas besser. Unsere zweite Pflegetochter besucht zur Zeit noch die Sprachheilschule. Da diese Schule eine Ganztagsschule ist, haben wir mit Hausaufgaben nur freitags zu tun. Im nächsten Jahr werden wir sehen, da sie dann entweder in die normale 3.Klasse geht oder eine L-Schule besuchen wird. Unser jüngster Pflegesohn wurde dieses Jahr eingeschult und wir sind froh, dass seine Lehrerin eine Zusatzausbildung hat, denn er ist ein Powerpaket. Er hat kein ADS oder ist hyperaktiv, aber er ist eben immer gut drauf. Nach einer Woche Schule durfte ich mich das erste mal schon mit der Lehrerin unterhalten. Auch die Hausaufgaben sind immer wieder eine Herausforderung. Aber mit Hilfe der Lehrerschaft und mit viel Konsequenz, müssten wir es irgendwann mal in den Griff bekommen. Möchte nicht jammern, Hausfrau und Mutter ist einfach der schönste, abwechslungsreichste und interessanteste Beruf, mit immer neuen Überraschungen, den ich kenne.
Sabine
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Hallo zusammen!
Also, ich bin immer wieder sehr beeindruckt, was Ihr alle für liebe Kinder habt, die im Haushalt helfen. Das beziehe ich jetzt darauf, dass Pläne erstellt werden an die sich alle halten!? Nicht, dass meine nicht helfen, aber sie helfen nur bei Bedarf. Den Bedarf melde ich dann selber an. Sicher, meine 10 Kinder sind schon älter (26, 25, 22, 18, 18, 17, 16, 14, 13 und 11, davon die ersten drei schon außer Haus), fast alle täglich aus dem Haus wegen Ausbildung oder Ganztagsschule. Bis vor fünf Jahren kam meine Mutti täglich und machte mir meine Wäsche, die ich übrigens als größten Arbeitsfaktor überhaupt ansehe.
Pläne zu erstellen empfinde ich als sehr stressig, vor allem die Einhaltung. Sicher, es fällt schon mal ein Kind raus, welches sich drückt, aber es gibt eben auch diejenigen, die es gerne tun. Eines tun sie aber auf jeden Fall: sich um ihre Tiere kümmern, da braucht es keinen Plan und auch die Zimmer sind für mich tabu, da muss selber Ordnung gehalten werden. Für alles andere bin ich zuständig, ich bin die Mutter und Hausfrau.
Falls jetzt jemand behaupten möchte, dass Kinder das alles lernen müssen, sage ich nein. Meine Ältesten haben sehr schöne, gepflegte Haushalte, auch der allein lebende Sohn. Mein Mann und ich haben einfach nur vorgelebt, wie es sein muss.
In diesem Sinne Eure
Renate
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Hallo, wir sind eine Großfamilie aus der Eifel. Wir, das sind Olaf 32, Andrea 32, Tobias 10, Lukas 8, Jonas 6, Lisa 5, Peter 23M, Jan 6M. Ich bin mächtig stolz auf meine 6 Racker und würde keinen wieder hergeben. Doch leider habe ich ein riesiges Problem. Unsere Kinder sind alle sehr kurz hintereinander geboren und ich suche Eltern, die auch viele Kinder haben und mir sagen können, wie sie es schaffen, alles ohne Hilfe zu organisieren. Ich versuche, meine Monster, wie ich sie nenne, zur Ordnung zu erziehen aber leider bleibt da überhaupt nichts hängen. Jeden Tag dasselbe Programm: bitte stell deine Schuhe hin oder räum deine Wäsche in den Wäschekorb. Das sind Dinge, die bei uns absolut nicht klappen. Dabei versuche ich immer, Vorbild zu sein; ich lasse nichts rumliegen und bin somit den ganzen Tag damit beschäftigt, aufzuräumen und wenn ich ehrlich bin: das nervt gewaltig. Wie habt ihr das hinbekommen? Ich kann nicht den ganzen Tag neben den Großen stehen und sehen, was sie machen. Dazu sind die Kleinen zu klein und eine Oma zur Hilfe habe ich leider auch nicht. Die meint immer nur: "Tja, selber schuld, ihr wolltet ja so viele!" Diesen Spruch kann ich schon nicht mehr hören.
Wie schon gesagt, ich möchte keinen meiner Monster missen, aber kann ich nicht trotzdem mal nach Hilfe fragen? Wie macht Ihr das? Ich würde mich über Nachrichten sehr freuen Eure
Andrea
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Hallo,
unsere Kinder sind Titus W.10 J., Jonas B.8 J., Tabea L.L. 5J., Jordis L.R. 3J. und Thekla R.S. 1 1/2 J.alt. Also alle recht dicht beieinander. Unser Glück ist es, dass unser Ältester Sohn eine wahre "Mutter" ist. Wir arbeiten gerade kräftig daran, jedem der Kinder ganz bestimmte Arbeiten zur Pflicht zu machen. Warscheinlich haben wir viel zu spät damit angefangen; denn gerade die Großen haben damit Probleme. Unsere 5jährige dagegen hat sichtlich Spaß daran, sie ist für das Wischen des Bades zuständig und hat extra einen kleinen Wischmopp dafür.
Im Moment ist es auch noch nicht so dramatisch, als Mutter den Haushalt zu bewältigen, aber wenn ich in einem halben Jahr wieder arbeiten gehen werde, müssen sich alle daran gewöhnt haben, mit zuzupacken. Vielleicht hat ja jemand Erziehungstricks für halbwüchsige Lausejungen für uns.
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Unsere Kinder sind 12, 10, 8, 4 und 8 Monate alt. Sie helfen natürlich mit, und je älter sie sind, um so mehr tun sie, ist doch selbstverständlich. Sie bekommen ja auch mehr Taschengeld. Zum Schuljahrsbeginn werden die Aufgaben jeweils neu verteilt. Ich wäre mehr dafür, wegen der "hauswirtschaftlichen Ausbildung" der Kinder, dass sie sich immer andere Aufgaben aussuchen, aber meist macht doch jeder, was ihm am meisten Spaß oder am wenigsten ausmacht. Zur Zeit ist Lukas(12) für den Müll verantwortlich, er räumt die Spülmaschine aus und putzt Mathilde abends die Zähne. Hanna(10) gießt Blumen, räumt bei Bedarf den Garten und abends mit mir die Küche auf. Martha(8) deckt den Tisch und putzt mit mir abends das Bad und Mathilde(4) räumt das Besteck auf. Die Mädchen sind ziemlich scharf aufs Bügeln, aber das erlaube ich noch nicht, ist nämlich meine Lieblingsarbeit. Ich bin für alles was Wäsche betrifft zuständig, außerdem gehe ich zu Elternabenden, zur Musikschule und zum Kindergarten. Mein liebster (Haus)Mann macht die Fußböden, kocht jeden Abend gesund und beschäftigt das Baby. Wir räumen gemeinsam (selten) auf und mit dem Einkaufen wechseln wir uns ab. Ich gehe nebenher noch arbeiten und Christian macht alles, was mit dem Computer zu tun hat.
Naja, ganz so harmonisch, wie das jetzt klingt, ist es auch nicht, aber jedenfalls haben wir eine Regelung gefunden. Je mehr Kinder, um so mehr muss natürlich geregelt werden. Aber vor allem haben wir viel Spaß in der Großfamilie, das wiegt den Stress auf.
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Eine Haushaltshilfe habe ich 2 mal bekommen, bzw. mein Mann ist dafür eingesprungen, bekam seinen Lohn dann von der Krankenkasse bezahlt. Einmal, weil ich eine starke Bronchitis hatte und das zweite Mal nach der Hausgeburt unseres vierten Kindes. Wir haben keinen in der Familie oder Bekanntenkreis, der uns mal mithilft oder uns unterstützt. Da kommt nur Ablehnung, wir wollten ja so viele Kinder, sollen wir sehen wie wir fertig werden !!! Bei uns helfen alle Kinder im Haushalt mit, jeder so wie er kann. Die Arbeiten sind wie folgt verteilt: Hasenkäfig saubermachen, Katzenklo saubermachen, eigene Zimmer aufräumen und saugen (am Wochenende u.in den Ferien), Spülmaschine ein und ausräumen, Müll rausbringen und mit dem Hund raus gehen. Unser Motto: wenn alle mit anpacken, sind wir schneller fertig und haben mehr Zeit für andere Dinge.
Wir haben vier Kinder zwischen 11 und 17 Jahren. Alle besuchen eine weiterführende Schule und sind somit morgens außer Haus. Das ist die Zeit, in der ich noch 1-2 Stunden schlafe, da ich gegen 3.30 aufstehe, um Zeitungen auszutragen. Der Job wird gut bezahlt und lässt mir tagsüber alle Freiheiten. Außerdem ist der Morgen die Zeit für mich, am PC zu sitzen um einen Fernlehrgang zu machen, Termine wahrzunehmen, mich auch einmal mit einer Freundin zu treffen. Mittags wird gekocht, immer seltener jedoch zusammen gegessen, da meist ein oder zwei Kinder wegen Nachmittagsunterricht in der Schule bleiben. Nach dem Mittagessen machen die Kinder,
die zu Hause sind, ihre Hausaufgaben, gehen mit dem Pflegehund Gassi (Aufbesserung des Taschengeldes), tragen Zeitungen aus, verabreden sich mit Freunden, gehen zum Sport, ins Fitnessstudio oder sitzen am PC. Ich gebe nach dem Mittagessen täglich eine Stunde Nachhilfe für Grundschüler, kümmere mich um die Hausaufgaben und anstehenden Klassenarbeitsvorbereitungen unseres Jüngsten, erledige ständig gegenwärtige Hausarbeiten, gehe einkaufen, diskutiere stundenlang über die (un)wichtigsten Dinge des Alltags, fahre zu Ärzten, Kieferorthopäden, irgendjemand leidet auch immer unter Kleidernot und braucht dringend Schuhe, Hose, Pullover o.ä., einmal in der Woche gehe ich nachmittags mit dem Jüngsten Badminton spielen und einmal abends machen mein Mann und ich das Gleiche. An den Wochenenden unternehmen wir mit der immer kleiner werdenden Kinderschar, die uns noch begleitet, manchmal Ausflüge, "arbeiten" im Garten oder faulenzen. Alles ganz alltäglich also.
Wir haben und hatten nie Omas, Opas oder andere Verwandte, die uns unter die Arme greifen konnten. Aber auf unseren Bekanntenkreis war immer Verlass. Wir kennen einige Familien mit zwei und drei, wenige mit vier Kindern und wenn Not am Mann ist, haben unsere Kinder überall einen Platz und umgekehrt selbstverständlich auch.
Die Kinder beteiligen sich natürlich an den Hausarbeiten. Das fängt an mit Sprudel aus dem Keller holen, Kleinigkeiten einkaufen, Vögel sauber machen und steigert sich immer etwas mehr. Im Moment sieht es so aus: der "Kleine" (11 Jahre) fegt zweimal in der Woche das Treppenhaus von oben bis unten und erledigt kleinere Besorgungen, seine drei Geschwister (13,16,17) teilen sich die Wäsche, d.h., einer wäscht, einer hängt auf und ab oder trocknet, der Dritte legt zusammen und verteilt auf die Zimmer, wo jeder seine Sachen alleine in den Schrank räumt. Dies geschieht im monatlichen Wechsel, so dass jeder einmal mit allem an der Reihe ist. Die beiden Großen bügeln zusätzlich jeder einmal im Monat und wechseln sich ebenfalls monatlich ab mit dem Herunterbringen der gelben Tonne. Alles ist genau in einer Liste eingetragen, wer ständig etwas "vergisst", ist entsprechend länger dran. Es klappt nicht immer reibungslos, aber immer öfter ;-).
Mit Au-pair-Mädchen haben wir gemischte Erlebnisse gehabt. Die meisten waren aufgeschlossen und haben sich gut in unsere Familie integriert. Teilweise besuchen wir sie und ihre Familien bei Auslandsurlauben heute noch. In jedem Fall sind sie für uns und unsere Kinder eine bereichernde Erfahrung gewesen und eine meist nicht zu unterschätzende Hilfe. Infos gibt es beispielsweise
hier.
http://www.xxl-familien.de |